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Gedanken in Versen, Geschichten in Bildern, Fragmente des Inneren – hier findet alles seinen Platz, was sich in Sprache verwandeln will.

Lyrisches


Das Gedicht
Es ist schon spät - ich sitze hier vor einem leeren Blatt Papier und hör in mich hinein. Was leise durcheinander spricht fließt in die T i n t e ein ... Es gibt so viel das hier nicht steht den Kopf blockiert - das Herz bewegt dies birgt die Konsequenz was hier mit sich Zwiesprache führt ist wahre Existenz. Beschreiben kann so manches Wort Situationen, Zeit, den Ort, den Spiegel der Gedanken die sich im Stillen zanken. Doch wenn man immer überhört was leise spricht, nur weil

Feder
8. Sept.1 Min. Lesezeit


Das Kartenhaus
Ein Wunschtraum stand hier Pate für den Grund. Die Statik ausgerichtet nach den Sternen. Kein Stein war eckig, jeder selten rund. Wohl um perfekt das Planen zu erlernen. Der Architekt schien jetzt schon dort zu wohnen. Anstatt von Mörtel hielten die Gedanken jenes Gebilde purer Illusionen pedantisch fern von sonst gesetzten Schranken. „Für wahre Künstler die perfekte Bühne!“ So dachte dieser noch zu jener Stund. Doch sie entpuppte sich als Wanderdüne und ging den wahren D

Feder
28. Aug.1 Min. Lesezeit


Was dir der Traum erzählt
Lieg nicht so da, um nachzudenken. Lass dich doch etwas auf dich ein. Hilf mir, dem Traum, beim Wagenlenken. Es ist nicht schwer, ganz du zu sein. Denn erst im Fallen kannst du fliegen. Erst, wenn du loslässt, bist du frei. Nur so kannst du das Hier besiegen. Gelöst von Ballast, Einerlei. Lieg nicht so da, empfang die Geister. Sie tanzen – dort, im Dämmerlicht. Sei ihr Gespiele, nicht ihr Meister. Gib dich ganz pur. Zeig dein Gesicht. Trink etwas Nektar aus den Reben. S

Feder
28. Aug.1 Min. Lesezeit


Befangener
An manchen Tagen schleichen Sorgen in dein Leben und jeder Tag erscheint dir plötzlich als Ballast mit jedem neuen wie ein Berg, kein Schritt, der passt; als wenn ein schweres Tuch den Körper würd umgeben. Des Menschen Seele unterliegt oft dem Bestreben den Himmel grau zu malen, schwarz, pur, kein Kontrast, sich Farbe zu verbieten, als ob sie verblasst, wenn sie - bunt aufgetragen - hilft, uns zu entheben an diesen Ort, der voller Wärme und Vertrauen dem nichts entgegensteht

Feder
28. Aug.1 Min. Lesezeit


Dank an den Advent
Dort, die vierundzwanzig Türen! Unser Innerstes horcht auf. Bilder folgen, die berühren. Tor zur Seele. Lebenslauf. Fenster, worin Blicke tauchen. Einlass, der uns stumm versteht. Pforten, die wir alle brauchen. Stätte, wo die Zeit verweht. Etwas fasst uns auf der Schwelle. Licht vom heimgereisten Glück. Farben, Kindheitsaquarelle. Wohlgefühl strahlt sanft zurück. Sehnsucht wird hier neu geboren. Wege, deren Ziel verschwand. Träume, die vom Geist verloren. Sinn erfährt

Feder
28. Aug.1 Min. Lesezeit


Zurück
Die Hoffnung war der Übeltäter. Im Fokus: Möglichkeit auf Glück. Die Steine übersah ich - später ging ich den Weg nochmal zurück. Ich hab kein Wort dafür gefunden. Warst du schon mal im Niemandsland? In Gänze von dir selbst entbunden? Ich war nicht ich, doch ich empfand. Konturenlose Silhouetten. Die Grenze - du und ich - die Chance. Ein Ausweg, den wir beide hätten, gerät ins Taumeln: Contenance.

Feder
28. Aug.1 Min. Lesezeit


Kontroverse
Kein Hauch von Politik, der hohen Staatskunst eben, nicht etwas von dem Part, der oft erschreckt, soll sich aus Dichters Zeilenwerk einmal erheben; es sei denn, er hätt‘ wahrhaft Glaubhaftes entdeckt. Er las zu oft zu viel von ungeliebten Konkubinen, hörte dazu zu oft das Wort im Gegenpart zum Sinn, sah so allzu deutlich Menschen in den Glasvitrinen, die heimlich Hände rieben, merklich nur das Kinn. Er muss kein Spielverderber sein, noch ein Geselle. Ihm wurde viel gezeigt, n

Feder
27. Aug.1 Min. Lesezeit


Erhabene Zeit
Du lässt uns glauben, staunen, hoffen. In einer Weise, die erreicht. Das Überhören fällt nicht leicht. Sie hält die letzte Türe offen. Doch nachzudenken macht betroffen. Du willst es wohl, dass man vergleicht. Dein Geist, der bleibt, verharrt, nicht weicht, verwebt uns zu Gedankenstoffen. Aus Fetzen der Verbundenheit entsteht ein nachdenklicher Ballen und führt uns fort vom Rad der Zeit. Im Sinkflug glänzt Entschiedenheit. Ein wissensfrohes Widerhallen entfaltet sich. G

Feder
26. Aug.1 Min. Lesezeit


Mir zuliebe
Ich trank die Worte, die du sprachst, von deinen Lippen weil ich zu schmecken glaubte, sie enthalten Sinn und keine Ahnung hatte, damals zu Beginn, dass es Impulse waren. Brandung auf den Klippen. Bekommt man Durst und ahnt ein Meer, will man nur nippen? Wo schenkt sich Liebe ein? In Gold oder in Zinn? Ich dachte nach und hob verwundert kurz das Kinn von dem Muranoglas und sah dein Fingerschnippen. Seit jenem Tag kann ich nur solchen Worten glauben worin ein Echo schwebt,

Feder
26. Aug.1 Min. Lesezeit


Der Schatten
Er nennt sich Zweifel und im Dank wird sich erweisen wofür er gut ist und wozu er letztlich taugt, ob er berechtigt naht und keine Werte raubt nur was der Summe dient, vermag den Sinn zu preisen. Erst durch die Quintessenz der lauten und der leisen der nuancierten Töne zeigt sich, was man glaubt,w as Noten Nahrung gibt und nicht den Sinn auslaugt, die Herzen füttern kann in Form der Lieblingsspeise. Es wär Vertrauen für die Sphären, die er schürte. Die Untermalung durch den

Feder
26. Aug.1 Min. Lesezeit


Eifersucht
Wer kennt sie nicht? Wer ahnte niemals ihren Schatten? Der, der imstande ist, das Beste zu zerstören? Wer hat noch nie versucht, den Ton zu überhören ohne sein Selbst zugleich im Feuer zu bestatten? Wovon geht Liebe aus und wie geht sie vonstatten? Ihr liegt ein Zauber inne und er kann betören, wenn wir uns ihr ergeben, möchten wir beschwören, dass wir selbst das verschenken, welches wir nie hatten: Den Teil der Demut, welcher niemals uns ganz eigen. Den Part der Melodie,

Feder
26. Aug.1 Min. Lesezeit


Ganz einfach
Nur meine Liebe ist der Grund weshalb ich bleibe. So, wie ich's für die Lyrik dann bin, wenn ich schreibe.

Feder
25. Aug.1 Min. Lesezeit


Mensch sein
Du kannst sehr viel durch einen Andern lernen. Ein Mensch, der dir nicht gleicht, ist stets Gewinn. Allein der Unterschied macht oft schon Sinn; greift er auch anders als du selbst nach Sternen. Du kannst sehr viel durch einen Andern sehen. Weil seine Einstellung nicht deine ist, zeigt dir sein Blick auf dich, wer du denn bist; und im Moment darauf wirst du verstehen. Du kannst sehr viel durch einen Andern spüren. Egal, wie fremd er dir oder bekannt. Die Geste seiner ausg

Feder
25. Aug.1 Min. Lesezeit


Ermessen
Der Himmel taucht mit dem geliebten Blau ins Dunkel nun. Die Nacht lädt die Gedanken zum Baden ein. Das Selbst gerät ins Wanken auf diesem Weg. Dann setze ich mir Schranken. Warum? Wieso? Ich weiß es nicht genau. Bin ich sehr furchtsam oder gar vermessen? Die Nacktheit einer Seele macht nicht blind für diesen Ort, wo man gern Träume spinnt und nur die Kraft des Loslassens gewinnt. Viel kann sich ändern. Könnte man vergessen.

Feder
25. Aug.1 Min. Lesezeit


Schlussakkord
Das Lied des Schwans ist keines derer wo man von Herzen applaudiert. Man spürt die Trauer und passiert Das Tor der Nimmerwiederkehrer.

Feder
25. Aug.1 Min. Lesezeit


Betrachtungen
Nicht jeder Tag ist wie der Andere - manche schleichen an mir vorbei mit etwas Hoffnung im Gepäck. Und die Gedanken an das Gestern scheinen weg Sofern dies schlecht war, mag es reichen doch war es gut, will ich vergleichen und das zurück, was ich dort an die Zeit verloren hab.

Feder
25. Aug.1 Min. Lesezeit


Spuren auf der Seele
Was dich berührt hat, irgendwann einmal, wird bleiben. In deinem Kopf, in deinem Herz, im gleichen Sinn. Was dich verletzt hat, mag sich davon unterscheiden; aber es geht hier nicht um Schaden noch Gewinn. Was du gesehen hast, mit sinnbildlichen Händen, ist kaum beschreibbar, weil kein Auge dies je sah. Es ist fast so, als wenn Gefühle Worte dafür fänden; für diesen Hergang, der nicht körperlich geschah.

Feder
25. Aug.1 Min. Lesezeit


Der Hüter der Seelen
Es war der Abend vor dem ersten Advent. Kein gewöhnlicher Abend, sondern einer von jenen, an denen das Jahr für einen kurzen Moment innehält. Es ist, als würde die Welt selbst prüfen, ob alles bereit ist für das, was kommt. In meinem Kopf waren die Gedanken an diesem Abend viel schneller als die Müdigkeit. Ich dachte an die Dekoration, an den Duft von frischen Plätzchen und an all die kleinen Nikolausüberraschungen. Vierundzwanzig kleine Figuren warteten darauf, ein Kind zu e

Feder
25. Aug.4 Min. Lesezeit


Das Hochzeitsgeschenk
Feierabend. Zumindest zu fünfzig Prozent, weil ich noch nicht zuhause bin, aber schon mit der Seele baumeln darf. Hier, im Zug, auf der Strecke Mannheim–Neckarelz. Wochenende. In meinem Bauch rumort diese Unrast, die einen überfällt, wenn man nicht weiß, ob die Zeit für all das reichen wird, was man sich vorgenommen hat. Sie scheint so begrenzt wie die vor mir liegende Fahrtstrecke. Ich sitze in einem dieser Bummelzüge, die an jeder Milchkanne halten, meist aber den Vorteil h

Feder
25. Aug.5 Min. Lesezeit
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