Das Unentschieden zog die Schultern hoch, blickte dem Mann nach und wiegte den Kopf. „Vielleicht hat der alte Mann recht. Unter dem Jahr ist der Alltag so laut, da passt Gott nicht ins Konzept der Menschen. Aber an Weihnachten? Da gehört es eben dazu. Man will die Tradition wahren, ohne sich gleich für das ganze Jahr zu verpflichten. Es ist ein Dazwischen.“
Liebe ist der Trank der Götter – nicht, um sie zu beherrschen, sondern um uns an ihr zu prüfen. Wie beim Wein liegt ihre Wahrheit nicht im süßen Rausch, sondern in der Mischung aus Freude und Schmerz, Sehnsucht und Reife. Erst wer den bitteren Geschmack nicht scheut, erkennt ihre ganze Tiefe.“