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Spuren im Wasserglas

  • Autorenbild: Feder
    Feder
  • vor 11 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

Ich platze jetzt einfach mal so in die Mitte auf die Gefahr hin, dass ich Sie nass mache und Sie sich schütteln werden: so sehr ich auch das Wasser liebe, es gibt Tage, da wünsche ich mir einen gemütlichen Teich, manchmal ein aufregendes Meer, an anderen wünsche ich mir einen See herbei, an noch anderen ein Meer und es gibt Tage, da bin ich schlicht dankbar, an einem Fluss zu wohnen.

Haben Sie sich auch schon einmal solche Gedanken gemacht? Haben Sie ernsthaft einmal Gedanken über die Unterschiede der vorher erwähnten Gewässer gemacht? Nein? Ich auch nicht. Der Gedanke kam mir soeben ganz spontan beim Schreiben, und desto öfter ich ihn ansehe, desto besser gefällt er mir.

Ein Teich verlangt Rast und Ruhe vom Mitbewohner und zeigt ihm seine Grenzen und Möglichkeiten auf. Ein See kann unterschiedliche Tiefen aufweisen und klein oder groß in der Fläche sein. Ein Meer steht für das Große und Ganze und spricht für sich selbst. Der Fluss aber verändert sich wohlmöglich im Verlauf seines Bettes in tiefer oder flacher, schmaler oder breiter, wilder oder sanfter hinsichtlich seiner Strömung.

Wäre ich ein Gewässer, dann ganz sicher ein Fluss. Von daher passe ich sehr gut hierher – dort, wo mein Mann und ich vor mittlerweile zwanzig Jahren ein Haus gekauft haben, mit direktem Blick auf einen der herrlichsten Vertreter seiner Art in Deutschland, dem Neckar.

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