Das Gedicht
- Feder

- vor 4 Stunden
- 1 Min. Lesezeit
Es ist schon spät - ich sitze hier
vor einem leeren Blatt Papier und hör in mich hinein.
Was leise durcheinander spricht fließt in die T i n t e ein ...
Es gibt so viel das hier nicht steht den Kopf blockiert - das Herz bewegt dies birgt die Konsequenz was hier mit sich Zwiesprache führt ist wahre Existenz.
Beschreiben kann
so manches Wort Situationen, Zeit, den Ort, den Spiegel der Gedanken die sich im Stillen zanken.
Doch wenn man immer überhört was leise spricht, nur weil es stört,
schließt man sich selber aus.
Und plötzlich ist man seelenlos;
ein Gast im eignen Haus.
Lyrik ist stets
für den, der schreibt wie Seelenwäsche
denn, was bleibt
ist pures, wahres Ich.
Antworten auf viele Fragen,
Verse, die zum Ursprung tragen,
zeigen - schwarz auf weiß:
Dieses hier wird ausgelebt
und Jenes ist der Preis.
Briefpapier
wird Richtertisch und der Schreiber kämpft mit sich.
Die Antwort auf sein Leben
wird durch ihn selbst gegeben.
Dichterkunst
wird zum Ventil;
er sieht sich selbst, schaut das Profil im Gleichzug wird entdeckt: was froh macht, was erschreckt.
Ab hier nun lade ich dich ein ein Gast
in meiner Welt zu sein.
Nimm gern, was daraus zu dir spricht,
doch denk daran: Du bist es nicht!
Als Leser bleibt man Anderer.
Begleiter oder Wanderer.




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