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Kontroverse

  • Autorenbild: Feder
    Feder
  • vor 5 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

Kein Hauch von Politik, der hohen Staatskunst eben,

nicht etwas von dem Part, der oft erschreckt,

soll sich aus Dichters Zeilenwerk einmal erheben;

es sei denn, er hätt‘ wahrhaft Glaubhaftes entdeckt.


Er las zu oft zu viel von ungeliebten Konkubinen,

hörte dazu zu oft das Wort im Gegenpart zum Sinn,

sah so allzu deutlich Menschen in den Glasvitrinen,

die heimlich Hände rieben, merklich nur das Kinn.


Er muss kein Spielverderber sein, noch ein Geselle.

Ihm wurde viel gezeigt, noch mehr gelehrt.

Er wird die Hoffnung bunkern, falls eventuelle

gelobte Einigkeit nebst Gangart wird beschert.


Ein Hauch von Weltklugheit erreicht den Dichter.

Doch kein Partikel darin ist ein Muss für Kunst.

Wer in sich ruht, lebt, liebt und wertet schlichter;

was Menschen ängstlich macht, bestärkt den Dunst.

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