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Mir zuliebe

  • Autorenbild: Feder
    Feder
  • vor 14 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

Ich trank die Worte, die du sprachst, von deinen Lippen

weil ich zu schmecken glaubte, sie enthalten Sinn

und keine Ahnung hatte, damals zu Beginn,

dass es Impulse waren. Brandung auf den Klippen.

 

Bekommt man Durst und ahnt ein Meer, will man nur nippen?

Wo schenkt sich Liebe ein? In Gold oder in Zinn?

Ich dachte nach und hob verwundert kurz das Kinn

von dem Muranoglas und sah dein Fingerschnippen.

 

Seit jenem Tag kann ich nur solchen Worten glauben

worin ein Echo schwebt, das alles unterstreicht

im Sinn der Dinge lebt, im Glanze guter Augen


die statt zur Lüge vornehmlich zur Wahrheit taugen

und mir zur Botschaft geben – froh und federleicht:

du kannst den Nektar pur aus ihren Blüten saugen.

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